Botox

Botox –­Therapie

Der Einsatz von Botulinum-Toxin (Botox) durch gezielte Injektionen in die schmerzhaft verkrampften Muskeln hat sich als effektive Schmerztherapie erwiesen.
Botulinum-Toxin ist ein natürliches Protein, welches von einem Bakterium hergestellt  und die Freisetzung eines Botenstoffes (Acetylcholin) zur Auslösung von Muskelkontraktionen und Schweißsekretion blockiert.
Botulinum-Toxin wird seit Jahrzehnten erfolgreich bei zahlreichen Erkrankungen eingesetzt, die durch eine unangemessen hohe Muskelspannung charakterisiert sind. Es eignet sich besonders bei dem Auftreten von Nebenwirkungen unter anderen Präparaten zur Spastiktherapie. Neben der Schmerzlinderung dient die Anwendung von Botulinum-Toxin auch der Erleichterung krankengymnastischer Maßnahmen. Ebenso kann eine Überfunktion des vegetativen Nervensystems, die sich z.B. in übermäßigem Schwitzen äußert, durch Botulinum-Toxin günstig beeinflußt werden.

Botulinum-Toxin wird mit sehr guten Erfolgen bei

  • spastischen Lähmungen
  • massive Muskelverspannungen
  • chronischer Migräne
  • neurogener Harninkontinenz
  • Insertionstendopathien (z.B. Tennis-Ellbogen, Achillessehnenschmerzen)
  • vermehrte Schweißbildung (Hyperhidrosis)
  • in der ästhetischen Medizin

 angewendet wird. Die Substanz muss mit speziellen, feinen Injektionsnadeln gespritzt werden.

Akute Nebenwirkungen oder Komplikationen treten extrem selten auf. Diese können in Ausnahmefällen sein: Hämatom, Schwellung, lokale Entzündung der Einstichstelle, Kopfschmerzen.

Die Therapie mit Botox von erfahrenen und speziell ausgebildeten Fachärzten birgt kaum Gefahren.

Botoxtherapie bei chronischer Migräne:

 Botulinumtoxin ist eine effektive symptomatische Therapie der chronischen Migräne, welche inzwischen von den Krankenkassen in einem 3 Monatsrhythmus übernommen wird. Es kommt zu einer Reduktion der Schmerzattacken und der Schmerztage und damit zur Steigerung der allgemeinen Lebensqualität.

Eine ausführliche Kopfschmerzanamnese und ein Aufklärungsgespräch finden individuell für Sie in der Praxis, nach Terminvereinbarung, statt. Die Behandlung ist nicht schmerzhaft, besteht aus einem festen Injektionsschema mit feinen, speziellen Injektionsnadeln.

Behandlungsgrundlage ist die PREEMPT-­Studie.

Behandlungsdauer

Die Injektionen mit feinsten Nadeln werden in 3-6 monatigen Abständen wiederholt. Die Wirkung kann monatelang anhalten, auch wenn sich das Botulinum-Toxin nicht mehr im Körper befindet.
In vielen Fällen genügen 2-3 Therapiesitzungen, da sich die ursprünglichen Spannungsreflexe beruhigt haben.

Bemerkungen

Botulinum-Toxin wird in der Schmerztherapie in der Regel erst angewandt, wenn alle herkömmlichen Verfahren konsequent ausgeschöpft worden sind.

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